Der sagenumwobene, glasklare Stechlinsee
und die umfangreich modernisierte Tauchbasis



Seine magische Anziehungskraft hat der Stechlinsee in keiner Weise verloren. Für Taucher ist er immer wieder eine lohnenswerte norddeutsche Adresse.

Vor mehr als 100 Jahren ist die Glashüttenzeit in Neuglobsow zu Ende gegangen. Neuglobsow und Dagow waren nur wenig besiedelt. Zur Erschließung der Naturschönheiten wurde 1928-1930 eine Kleinbahn von Gransee nach Neuglobsow gebaut.

Das Wasser des Stechlin war so transparent, dass die Pflanzenbestände in 10 m Tiefe vom Boot beobachtet werden konnten.
Der Stechlin wurde nach seinem besonders klaren Wasser benannt. Der Name kommt von dem slawischen Wort "steklo" und heißt Glas.


Nach der Wiedereröffnung der Tauchbasis im Mai 1998 haben viele die Möglichkeit zu einem Tauchgang genutzt. Sukzessive wurden die vorhandenen Gebäude modernisiert.
Ein großer Aufenthaltsraum mit kleinem Imbiss, Seminarraum, Trocknungsräume, WC und Duschen sind komfortabel ausgebaut. Die Sauna ist auch wieder funktionsfähig. Beheizbare 2 – 4 Bett-Zimmer stehen zur Verfügung.
An der Einstiegsstelle erwarten uns im flachen Wasser ausgedehnte Pflanzenteppiche.
In diesem gesamten Buchtbereich können wir einen Großteil der im Stechlinsee vorkommenden Wasserpflanzen beobachten.

Dazu gehören das Spiegel-Laichkraut, das im Sommer an einigen Stellen aus 4-5 m Tiefe bis an die Wasseroberfläche wächst. Wie eine kleine Hecke steht vereinzelt das dichtwachsende Hornkraut. Wasserpest und Tausendblatt sind ebenfalls anzutreffen.
Die flachen Buchtbereiche bedeckt stellenweise die weitausladende Kebsschere.


Die besondere geografische Beschaffenheit des Stechlinsee und sein Sauerstoffreichtum bis in große Tiefen sind ideale Lebensbedingungen für die kleine Maräne. Dieser schmackhafte, lachsartige Fisch schwimmt in Schwarmformation im Freiwasser und ernährt sich vom Zooplankton.
Mit ein wenig Glück kann man im Hauptbecken auf einen Maränenschwarm treffen.
Für die konditionsstarken Taucher ist es empfehlenswert zur Halbinsel zu schnorcheln.
An dem mittleren und linken Bereich der Halbinselspitze erreicht der steile Grund schnell 15 bis 20 m Tiefe.
Vom Ufer aus tauchen wir über dichtbewachsenen Grund, der stellenweise weißem Sand schneisenartig Platz macht

Vorbei an kleinen Barschschwärmen tauchen wir auf der linken Seite der Halbinselspitze ca. 60 m vom Ufer weg. Die Pflanzengrenze haben wir schon hinter uns gelassen. Nur noch jahrelang geschichtetes Laub bedeckt den Grund. Besondere Vorsicht beim Flossenschlag am Grund ist geboten, damit dieser Bereich nicht getrübt wird.


Dann begegnen wir in ungefähr 12 m Tiefe einer senkrecht stehende Buche. Diese Buche ist Treffpunkt vieler Fische. Die besten Plätze werden von großen Hechten beansprucht. Den peripheren Bereich des Baumes bevölkern viele große Barsche.

Außerhalb des Tauchgebietes findet man ins Wasser gefallene Bäume, deren Baumkrone schon im tiefen Wasser liegt. Diese Bäume werden gerne von kleinen und großen Fischen aufgesucht. Im Zentrum der Baumkrone steht meistens der Platzhecht. Barsche und viel Weißfisch umkreisen den Baum.

Tauchen

Das Tauchen ist nur von der Einstiegsstelle an der Tauchbasis gestattet.
Wer im Stechlinsee tauchen möchte, muss sich zuerst bei der Tauchbasis anmelden.
Die Tauchgenehmigung vom Ministerium für Umweltschutz beinhaltet die nachfolgend aufgeführten Einschränkungen:

1. Nur in einem begrenzten Seegebiet darf getaucht werden.
2. Die Anzahl der Tauchgänge ist pro Tag beschränkt.
3. Ein- und Ausstieg ist nur von der Tauchbasis aus gestattet.
4. Boots- und Nachttauchgänge sind verboten.

Für die Wochenenden und für Gruppen ist es empfehlenswert sich vorher bei den Objektleitern Ralf oder Rosi anzumelden: Telefon bzw. Fax 033082-70453 .

Ein leistungsstarker Bauer-Kompressor liefert 440 Ltr. / Min. Atemluft. Für den Liter Luft müssen 0,35 Euro bezahlt werden. Verschiedene Tauchausrüstungen und Flaschen stehen zum Ausleihen zur Verfügung.
Aus dem Internet können jederzeit aktuelle Hinweise entnommen werden
www.tauchbasis-stechlinsee.de



Anreise

Der Stechlinsee befindet sich im nördlichen Brandenburg im Bereich der Rheinsberg-Fürstenberger Seenkette.

Von Süden kommend über den Berliner Ring, Abfahrt Birkenwerder auf die B 96 über Oranienburg, Löwenberg bis Gransee. Dann Richtung Großwoltersdorf, Menz und Neuglobsow.

Vom Norden kommend über die B 96 bis Fürstenberg und dann Richtung Neuglobsow. Oder über die Autobahn von Hamburg, Abfahrt Wittstock, Richtung Rheinsberg, dann nach Menz und Neuglobsow.

Unmittelbar vor Neuglobsow gibt es eine Kreuzung mit abbiegender Hauptstrasse, an der links abzubiegen ist. Auf der Straße tangiert man Neuglobsow und wird dann mit Hinweisschildern bis zur Tauchbasis geführt.
Im gesamten Gebiet Neuglobsow ist bis auf wenige ausgewiesene Plätze Parkverbot.

Umfangreiche Informationen zum Stechlinsee und Neuglobsow kann aus dem Internet über die Adresse
www.stechlin.de entnommen werden.

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