Impressionen vom Baikalsee Abendstimmung am Baikalsee  
Schiff auf dem Baikalsee Es dauert nicht lange und der Baikal zieht den Besucher in seinen Bann. Stets wechselnde steile Uferformationen, das magisch tiefblaue Wasser und die schier unendliche Weite, geben dem Betrachter ein Gefühl der besonderen Naturverbundenheit.
Im nördlichen Baikalgebiet gibt es wenige Ansiedlungen. Beidseitig flankieren Gebirgsketten die Ufer. Herr in diesem Gebiet ist der Braunbär. Nicht selten kann er vom Schiff beobachtet werden.

Die Insel Olchon wird jährlich von vielen Tausend Touristen besucht. Die Insel ist über 70 km lang und bis zu 15 km breit.
Vom höchsten Berg auf Olchon (1274 m) hat man einen wunderbaren Überblick. Von der Hafenstadt Chuzir gelangt man nach einer halbstündigen Wanderung an steilen Felsformationen zum Schamanenfelsen. Am Ende einer Landzunge ragen zwei spitze Felsen aus dem Wasser. Hier trafen sich seit Jahrtausenden die Schamanen und führten ihre Séancen durch. Der Ursprung des Schamanismus soll vor 10000 bis 15000 Jahren im Baikalgebiet gewesen sein. Der Baikalsee hat nachweislich besondere energetische Abschnitte, wo sich noch heute Schamanen aus aller Welt treffen und den Kontakt zwischen Erde und Kosmos herstellen.
Zwischen den beiden Felsspitzen ist ein kleiner Höhlenabschnitt, der mit etwas Geschick durchklettert werden kann. Danach sollen alle Sünden vergeben sein.

In Verlängerung der Insel Olchon befinden sich auf der gegenüberliegenden Baikalseite die Uschkani Inseln und die Insel "Heilige Nase". Auf einer der drei Uschkani Inseln leben die Baikalrobben, die weltweit einzigen Süßwasserrobben.

Bei guten Witterungsbedingungen kann von der Insel Olchon zur Heiligen Nase gefahren werden. In der Schlangenbucht auf der "Heiligen Nase" gibt es eine heiße Schwefelquelle. Nach der Aufwärmung im kleinen Naturbecken mit heißem Quellwasser ist eine Abkühlung im 4°C Baikalwasser angenehm.

An den Uschkani Inseln sind die Tauchplätze sehr interessant. Große Schwämme stehen in einzelnen Gruppen in geringem Abstand. Freischwimmende Fische sind nur ganz selten zu sehen. Auch hier ist wieder reges Treiben auf dem Grund. Wie immer können wir uns an der Steilwand bis auf eine vereinbarte Tiefe fallen lassen.

Der Baikal ist in vieler Hinsicht wichtig und interessant. Sein besonderer Einfluss liegt im sittlichen Bereich. Wer den Baikal auch nur einmal gesehen hat, fühlt sich seelisch geläutert und bereichert und verspürt den unbändigen Wunsch, wieder zu seinen Ufern zu kommen.

Buchtape

Der Schamanenfelsen auf Olchon
Bolsche Kate am Baikalsee Uferformation am Baikalsee
Ufer des Baikalsee Die Insel Olchon
Buchtape Auf einer Uschkani-Insel
Buchtape Ein Tauchplatz am Baikalsee
   
(c) Michael Feierabend

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